Die Baden-Württemberg-Tage fanden bei deutschen und russischen Medien eine starke Resonanz. Für die Stuttgarter Nachrichten sind die Tage ein "Schaulaufen in Moskau". Kein anderes Bundesland habe bisher eine so große Delegation nach Moskau geschickt, um die Beziehungen zur russischen Hauptstadt zu intensivieren: Für die Unternehmen werden durch die politischen Gespräche Türen geöffnet, für die Universitäten und Forschungseinrichtungen neue Kooperationen angebahnt.
Ministerpräsident Guenther H. Oettinger betont in einem Interview mit dem Südwestrundfunk, dass die Baden-Württemberg-Tage eine Investition in die Zukunft seien. Nur Präsenz vor Ort helfe, um nach der Krise schnell aus den Startlöchern zu kommen. Laut den Stuttgarter Nachrichten habe die Wirtschaftsdelegation hierfür ihre Hausaufgaben gemacht. Beim Wirtschaftsforum und der Ausstellung lägen Broschüren aus, die für die Veranstaltung ins Russische übersetzt wurden, und schnell ihre Abnehmer in Moskau fanden.
Zahlreiche russische und deutsche Fernsehsender berichteten von der Eröffnungsveranstaltung der Baden-Württemberg-Tage in Moskau. Über 700 Gäste kamen zu diesem Event (Baden-Württemberg International)
Auch in der russischen Presse finden die Baden-Württemberg-Tage Anklang. Zahlreiche Fernsehsender berichteten am 25. Mai von der feierlichen Eröffnung mit Moskaus Vizebürgermeister Rosljak und hochrangigen Vertretern der russischen Hauptstadt. Am folgenden Tag stand das Pressegespräch mit dem Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg Ernst Pfister im Mittelpunkt der Berichterstattung: Die Regierungszeitung "Rossiskaja Gazeta" berichtet über die Auswirkungen der Krise auf deutsche Investitionen in Russland. Pfister betont im Gespräch, dass der wirtschaftliche Abschwung zwar negative Konsequenzen habe, aber das Handelsvolumen nur auf den Stand von 2007 zurückfalle. Ab 2011 seien eine Steigerung und mehr Investitionen zu erwarten. Bis dahin werden Kredit- und Förderprogramme des Bundes sowie des Landes die Aktivitäten baden-württembergischer Unternehmen in Russland stützen.
Die russische Ausgabe der Deutschen Welle thematisiert die Perspektiven der Zusammenarbeit. Zwar führe Baden-Württemberg mehr Waren nach Russland aus als umgekehrt, allerdings trügen Unternehmen aus dem deutschen Südwesten erheblich zur Modernisierung Russlands bei. Die Baden-Württemberg Tage seien daher das ideale Forum für Geschäftsanbahnungen. Das deutschsprachige Internetportal Russland-Aktuell schlägt in die gleiche Bresche: Baden-Württemberg sei als "Exportland" zwar erheblich von der Krise betroffen, verfüge allerdings über das Know-how, um vor allem im Bereich Automotive, Maschinenbau, Elektro- und Medizintechnik sowie bei Umwelttechnologien Russland bei seiner Weiterentwicklung zu helfen. Der Fernsehsender "Stoliza" zitiert daher in seiner Nachrichtensendung Pfister mit den Worten, dass die Zusammenarbeit nach der Krise schnell Früchte tragen werde.
Die Regierungszeitung "Rossiskaja Gazeta", die Deutsche Welle und der Fernsehsender "Stoliza" berichteten über die Baden-Württemberg-Tage in Moskau (Baden-Württemberg International)
Klein, grau, unscheinbar, aber ungemein erfolgreich. 1934 erfand der Handwerker Artur Fischer im Schwarzwald den Dübel. Seine Werkstatt entwickelt sich bis heute zum Weltmarktführer für Befestigungssysteme. Heute gehören Fischer-Dübel in Hochhäusern ebenso zum Standard wie in Tunneln oder Brücken rund um den Globus.